Exil – Literaurpreise 2025

Am Freitag, den 5. Dezember 2025, wurden die 7 Exil-Literaturpreise 2025 im Literaturhaus Wien verliehen. Die Auszeichnungen werden seit 1997 vom Verein Exil zur Förderung der Literatur von Autor:innen vergeben, die aus einer anderen Kultur und Erstsprache als Deutsch kommend in deutscher Sprache schreiben. Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch die Anthologie exil-literaturpreise 2025 (Edition Exil, 2025) präsentiert, die neben den ausgezeichneten Texten und den Jurybegründungen auch Biografien von und Interviews mit den Preisträger:innen enthält.
Der Prosa-Hauptpreis (EUR 3.000 / gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien) ging in diesem Jahr an Lali Gamrekelashvili für ihren Text Ein anderes Neujahr. Die beiden anderen Prosa-Preise erhielten Nastasja Penzar (EUR 2.000 / gefördert von der Kulturkomission Neubau) für Der erste Sommer und Ludmila Doležalová (EUR 1.000 / gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien) für Wir Ausländer. Den Lyrikpreis (EUR 1.500 / gefördert von der Kulturkomission Neubau) bekam Olja Alvir für den Lyrikzyklus fernblau. Felicia Schätzer wurde für Was, wenn ich am Ende genauso bin, wie ich immer schon war? mit dem Preis für Autor:innen mit Deutsch als Erstsprache (EUR 1.000 / gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport/BMWKMS) bedacht. Der Exil-Jugendliteraturpreis (EUR 1.000 / BMWKMS) ging zu gleichen Teilen an Paula Dorten und Selina Le. Mit dem Exil-Literaturpreis für Teams und Schulklassen (EUR 1.000 / BMWKMS) wurden Deutsch-Schüler:innen des Jugendcollege-Wien #advanced OST, betreut von Ganna Huemer, für das Projekt Fremd in Österreich ausgezeichnet.
Der Exil-Dramatiker:innenpreis wird seit 2018 nur alle 2 Jahre vergeben.
Der Jury für Prosa und Lyrik gehörten heuer Jessica Beer (Residenz Verlag), Thomas Perle (Autor) und Paula Pfoser (ORF) an. Über die Jugend- und Schulpreise entschieden Grzegorz Kielawski (Autor) und Christa Stippinger (edition exil).
Seit 1997 vergibt der Verein Exil die Exil-Literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“. Autor:innen wie Julya Rabinowich, Dimitré Dinev, Didi Drobna, Susanne Gregor, Thomas Perle und Samuel Mago wurden für ein größeres Publikum entdeckt und veröffentlichten ihre ersten Bücher in der Edition Exil. Migrations- und Emigrationserfahrungen, Exil und Rückkehr, Leben zwischen Kulturen sind Themenschwerpunkte des Verlages. Die edition exil veröffentlicht keine fertig eingesandten Manuskripte, sondern betreut und begleitet literarische Projekte in der Exil-Preisträger:innen-Werkstatt von der Idee bis zur Fertigstellung.
Ausführliche Berichte zur Preisverleihung mit Zitaten der Preisträger:innen sind auf der Website kijuku.at von Heinz Wagner zu finden.




